Spieltisch  

Auf unsere Orgel ist nicht nur unser Kirchenpfleger Karl Braun stolz, diese wunderschöne Orgel ist in einschlägigen Kreisen weit über unseren Landkreis hinaus bekannt und geschätzt.

Wir bedanken uns bei unserem langjährigen Organisten Martin Lödl, der aus privaten Gründen das Amt abgeben musste.


Unser Nachwuchstalent Maximilian Brunner hat sich jedoch bereits vollständig etabliert.

 

Liebe Konzert Besucher,

zum heutigen 20 jährigen Weihefest unserer Orgel möchte ich
ein paar Worte dazu sagen:
Um zu unserer heutigen Orgel zu kommen,
muss ich ein wenig
weiter ausholen.

In unserer alten Kirche, stand eine März-Orgel und die sollte wie unsere drei Altäre wieder in die neue Kirche eingebaut werden und dort wieder zum Lobe-Gottes erschallen.

Als im Januar 1989 die neugewählte Kirchenverwaltung ihre erste Sitzung abhielt, waren wir uns mit dem damaligen Pfarrer Urban einig, dass eine Orgel für unsere Kirche das nächste Ziel sein soll. Denn auf der Empore stand eine kleine Leihorgel der Orgelbaufirma Offner. Dort war auch unsere alte Orgel eingelagert.
Beides verursachte laufende Kosten. Wir mussten aber schnell erkennen, dass ihre Bauart für die Kirche zu klein und  ihr Zustand einfach zu schlecht war um sie wieder aufzubauen.
Nach Einholung mehrerer Angebote, etlichen Informationsfahrten, sowie einem beratenden Gespräch mit Prof. Dr. Völkl vom Amt für Kirchenmusik in der Diözese Augsburg, waren die ersten Schritte getan. In einer gemeinsamen Sitzung der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates im August 1989 wurde der Kauf einer neuen Orgel beschlossen.
Den Auftrag erhielt der Orgelbauermeister Franz Schreier aus Thierhaupten.
Obwohl er nicht der Billigste war, fanden wir von den vier Kostenvoranschlägen, sein Angebot fachlich, sowie preislich, am besten. Wir waren uns natürlich damals schon bewusst, dass wir mit der Vergabe an Franz Schreier ein Risiko eingehen, denn es war seine erste Orgel die er baute, also das Erstlingswerk.


In der Festschrift zur Orgelweihe schrieb der Orgelbaumeister Folgendes:

 

 
„Der Traum, selbst eine neue Orgel zu entwerfen, zu planen und zu bauen, wurde endlich Wirklichkeit. Mit Begeisterung und Einsatz begann ich das Projekt Untermaxfeld  und freue mich, dass gerade diese erste Orgel so gut gelungen ist.“
 

Also unser Vertrauen in den Orgelbaumeister Franz Schreier wurde nicht enttäuscht, so sagte uns Prof. Dr. Völkl bei der Endabnahme Mitte Dezember 1990, dass die Orgel sehr gut gelungen ist. So wurde die Orgel am 17. März 1991 von Weihbischof Rudolf Schmid geweiht.

Wir dürfen uns noch heute beim Orgelbaumeister Franz Schreier für die gute Arbeit, die er abgeliefert hat, bedanken.

Kurz noch zum Finanziellen der Orgel.

Die Orgel war mit 220 000,00 DM veranschlagt.

Wir konnten die Gesamtkosten durch den Verzicht von Vergoldungen am Gehäuse und an den Schleierbrettern auf 202 000,00 DM verringern.

Finanziert wurde die Orgel wie folgt.

 

In weißer Voraussicht hat der Erbauer unserer Kirche Pfarrer Anton Wagner uns schon einen Grundstock von  40 000,00 DM für die geplante Renovierung der alten Orgel hinterlassen, der uns dann bei der Neuanschaffung der Orgel sehr hilfreich war.

20 000,00 DM bekamen wir von der politischen Gemeinde Königsmoos (unter damaligem BGM Johann Kober).

Den Rest von 140 000,00 DM musste die Pfarrei durch Spenden von Pfarrangehörigen, Veranstaltungen usw. aufbringen.

Wir gaben damals als Spenden-Anhaltspunkt für die Haushalte einen Betrag von 500,00 DM vor, der Gott sei Dank von sehr vielen auch so bezahlt wurde. So dass unsere Orgel in einer doch relativ kurzen Zeit bezahlt war. Ob das heute noch möglich wäre?

H. Jürgen Rebhan hat auf der Rückseite der Programm-Schrift unsere Orgel beschrieben, so kann jeder die technischen Daten nachlesen. Ergänzen möchte ich noch, dass die Orgel 877 Pfeifen hat.


Karl Braun
Kirchenpfleger
(bis Ende 2018)

   
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