Liebe Mitbürger, wer zu diesem Zeitraum Beiträge liefern kann - zum Beispiel Namen von "Zeitzeugen", also Urgroßvater/-mutter oder noch weiter zurückliegende Verwandte - es wäre sicherlich interessant, wenn wir das hier mit aufführen dürften.

 

Warum gibt es über diese Niederschrift keine Fotos?

Antwort: Die Fotografie wurde erst 1839 erfunden ...

1822 Erbauung einer kleinen Kirche auf dem Friedhof in Obermaxfeld, damit die Katholiken nach der Beerdigung nicht noch nach Karlshuld zum Gottesdienst fahren müssen. War nach dem Bericht des Dekans Lehmeier von Neuburg vom 25. September 1824 ohne Vergleich schöner und dauerhafter als die nicht viel größere und schon von ziemlich morschem Holz aufgebaute Pfarrkirche zu Karshuld. Der Altar war vom Jagdschloss Grünau. Die Schulkinder von Obermaxfeld gingen in die evangelische Schule zu Obermaxfeld, den Religionsunterricht bekamen sie von Karlshuld aus.
1825 Laut Bericht waren Schule und Pfarrhof in Karlshuld abgebrannt. Die Kirche dortselbst war eine Baracke und dem Einsturz nahe. Über ein Jahr kein Pfarrer in Karlshuld. Aushilfe leistete der Benefiziat von Niederarnbach.
1832 brannte in Obermaxfeld ein Haus ab, das für einen Schulbenefiziat bereitgestellt worden war. Den Religionsunterricht bekamen die katholischen Kinder von Ludwigsmoos aus.
1836

war in Obermaxfeld die Kirche dem Einsturz nahe. Gottesdienst und Religionsunterricht wurden in einem Wohnzimmer gehalten. Der Mesner gekam jährlich 2 fl. in 4 Raten, mußte aber wegen der Armut der Bevölkerung sieben Jahre lang um seinen Gehalt streiten.

{fl. bedeutet Gulden, 1 Gulden = 60 Kreuzer => 35 Kreuzer = 1 Mark = 100 Pfennig, [vereinfacht könnte man also heute 1 Gulden mit 1 Euro vergleichen], wollte man die "Inflation" berücksichtigen, so müsste man sicherlich mit mindestens 100 multiplizieren}

1837 wurde durch eine Kommission von Neuburg und den Moosgemeinden festgestellt, daß laut Akten schon 1802 die Erbauung einer katholischen Schule und katholischen Kirche in Untermaxfeld geplant sei.
1837-1845 war das ganze Projekt eingeschlafen, aber 1845 durch den Verkauf des Stengelhofes (zwischen Ach und Kreitmeier Max) wieder akut gewesen. Hier sollte die Kirche erbaut werden, wenn die Katholiken 3300 fl. einbringen. Diese sagten: Wir wollen nur Hand- und Spanndienste leisten. Die Regierung habe die Leute ins Moos angesiedelt, sie möge deshalb auch für die religiösen Bedürfnisse sorgen und die Katholiken den Protestanten gleichstellen, denen die Regierung Kirche, Pfarrhof und Mesnerhaus gebaut und sogar die Baulast übernommen hat.
Pfarrlich gehörte Stengelheim, Ober- und Untermaxfeld zu Ludwigsmoos. Obergrasheim zu Karlshuld. Schulisch besuchten die Kinder von Obermaxfeld die dortige evangelische Schule, die Kinder von Stengelheim, Untemaxfeld und Obergrasheim die protestantische Schule zu Untermaxfeld. Religionsunterricht erhielten sie einmal in der Woche von Karlshuld aus in der protestantischen Schule. Begraben wurden die Katholiken von Stengelheim, Untermaxfeld und Obergrasheim auf dem protestantischen Friedhof in Untermaxfeld.
1854 wurden von der Regierung 7800 fl. zum Bau der Kirche und 8800 fl. zum Bau des Pfarrhofes genehmigt.
1860 Ankauf des Bauplatzes für Schule, Kirche, Pfarrhaus, Stadel und Widdumsgründe für 2000 fl. Die kath. Kinder von Stengelheim besuchten die kath. Schule in Ludwigsmoos, die kath. Kinder von Obergrasheim die kath. Schule in Karlshuld, die kath. Schulkinder von Ober- und Untermaxfeld die dortbefindlichen protestantischen Schulen.
1861 Beginn des Baues der Kirche, der Schule. des Pfarrhauses und zweier Stadel.
1863

die Bauarbeiten vollendet bis auf die Inneneinrichtung der Kirche. Das die Maxfelder sich beharrlich weigerten, diese zu bezahlen, wurde die Pfarrei unbesetzt gelassen und der dadurch ersparte Gehalt für die Inneneinrichtung bereitgehalten. Für die Schule wurde eine Kirchensammlung im Reg.-Bezirk Schwaben gehalten. Erlös 769 fl. (Preis eines Tagwerkes damals 55 fl.)

Maurerarbeiten: Johann Wölfle von Neuburg

Zimmererarbeiten: Sebastian Kronthaler von Reichertshofen

Schreiner- und Malerarbeiten: Anton Oswald von Neuburg

Schlosserarbeiten: Johann Oswald von Neuburg

Glaserarbeiten; Josef Lang von Neuburg

Inneneinrichtung: Altäre, Bänke, Kanzel, Beichtstuhl, Schreinermeister Gustav Wüst von Schrobenhausen

Statue des Hl. Josef und der Mutter Gottes: Geschenk der Pfarrei St. Max in Augsburg. Johannesfigur von Schreiner Wüst um 80 fl.

 

1866

Ab 18 März 1866 regelmäßiger Gottesdienst. Am 13. Mai feierliche Installation des 1. Pfarrers Josef Heibel durch Dekan Anton Förch (1811-1871), die weltliche Einweisung durch den königlichen Bezirkamtmann Grafen Fugger.

 

29 Juni 1866 Einweihung der Kirche und Hl. Firmung durch Bischof Pankratius von Dinkel.

 Pankratius von Dinkel

 

Jedes kath. Schulgemeindemitglied mußte pro Tagwerk 17 Torfscheitel liefern, der Lehrer bekam für das Schulheizen 5 fl.

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